Dies und Das

Nachruf – Dr. Helmut Freund

Am 10.08.2020 verstarb im Alter von 81 Jahren plötzlich und unerwartet der Vorsitzende des Seniorenrates der Stadt Ratingen, der Rechtsanwalt

 

Dr. Helmut Freund

 

Geboren am 20.11.1938 wohnte er zunächst in der Stadt seiner Geburt in Düsseldorf. Nach Schule und Jurastudium arbeitete er zehn Jahre lang als junger Anwalt beim Oberlandesgericht in Düsseldorf. Danach trat er einer Anwaltssozietät in Düsseldorf bei. Seine Liebe zu Ratingen entwickelte sich über die Liebe zu seiner späteren Frau Margot. Beide heirateten 1969. Zusammen mit seinem Sohn Christian wechselte er 2009 von Düsseldorf in eine Ratinger Kanzlei.

 

Seit dem Jahre 2008 engagierte sich Herr Dr. Freund im Seniorenrat der Stadt Ratingen und auf überörtlicher Ebene im Landesseniorenverband (LSV). Somit bekam er auch die Möglichkeit in Grenzen die Landespolitik für Senioren mit zu beeinflussen. Dass Herr Dr. Freund bei zwei weiteren Wahlperioden erneut zum Vorsitzenden gewählt wurde, spricht für die deutliche Anerkennung seiner Führungsqualitäten, für Vertrauen in seine Arbeit und Respekt vor seinen persönlichen Vorgesprächen mit Entscheidungsträgern.

 

Schwerpunkte seiner auf die für Senioren gerichteten Arbeit waren mit der Taschengeldbörse und dem Smartphone-Café gemeinsame Projekte mit dem Jugendrat, die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs für die Senioren und viele „Kleinigkeiten“, die aber Senioren das Leben schwermachen können: Fehlende Bänke, Stolperfallen in der Stadt, Probleme mit Rollatoren.

 

Soziale Verantwortung führte Herrn Dr. Freund zu etlichen anderen Ehrenämtern, in denen seine juristischen Kenntnisse gefragt waren. Zu erwähnen ist besonders die Gründung der Hospizbewegung in Ratingen und seine Mitgliedschaft im Förderverein des St. Marien-Krankenhauses.

 

Dem Seniorenrat wird es ein besonderes Anliegen sein, die erfolgreiche Arbeit von Herrn Dr. Freund fortzusetzen. Wir werden ihn als Persönlichkeit und seine Leistung respektvoll in Erinnerung behalten. Sein Repertoire unser Gremium zielgerichtet weiterzuführen, war legendär vielfältig: Humor, Geduld, Wissen, gute Ablaufplanung, sehr selten Zurechtweisung.

 

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Margot, seinen Söhnen Christian und Stephan sowie seinen fünf Enkelkindern und der übrigen Familie.

 

Für den Seniorenrat

Ingrid Herden

Dr. Jürgen Schroeder