Protokolle der öffentlichen Sitzungen

Ergebnisprotokoll

der 5. öffentlichen Sitzung des Seniorenrates

der Stadt Ratingen am 17. Juni 2021

 

Corona bedingt konnte der Seniorenrat in den letzten sieben Monaten nicht in Präsenz tagen. Der Austausch unter den Mitgliedern fand dennoch sehr rege mittels E-Mail oder Videokonferenz statt. Am 17. Juni 2021 fand die erste Sitzung des Seniorenrates im laufenden Kalenderjahr unter der Leitung der Vorsitzenden Frau Ingrid Herden im Ratssaal des Rathauses statt.

 

1. Nachdem die üblichen Formalien ordnungsgemäß erledigt worden waren, wurden die VertreterInnen für die neu eingerichteten, verschiedenen Ausschüsse des Rates bestimmt.

 

2. Die Mitglieder des Gremiums begrüßten die Idee einer Durchführung eines Seniorengipfels. Es wurde einstimmig beschlossen, den Gipfel Anfang des Jahres 2022 erneut zu beraten. Dafür sollen dann auch die Ergebnisse einer Briefaktion „Wie wollen wir leben“ und „Generationengerechtes Wohnen im Quartier“ (ein Antrag der CDU) mit einbezogen werden.

 

3. Als zukünftige Themen für die Arbeitsgruppe „Neue Medien/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ standen verschiedene Aktualisierungen im Vordergrund. Dazu gehörten u. a. die Erarbeitung eines Logos des Seniorenrates, die Aktualisierung der Homepage und sowie der Erstellung einer Broschüre „Zusammen – weniger allein“, die sich besonders mit der Vereinsamung vieler Menschen aus der älteren Generation befasst. Über ein sehr ansprechendes Beispiel verfügt der Seniorenrat der Stadt Düsseldorf.

 

Von Seiten der Verwaltung teilte Herr Saborni ergänzend mit, dass er in Kürze mit einigen Seniorenratsmitgliedern einen ersten Entwurf eines neuen Flyers des Seniorenrates erarbeiten werde. Zudem berichtete er dem Gremium, dass die Einrichtung einer App unter dem Motto „Gut versorgt in Ratingen“ bei der Stadt zurzeit geprüft und dem Herrn Bürgermeister zur Entscheidung vorgelegt werde. Über den Fortgang der Sache werde er in der nächsten Sitzung berichten.

 

4. Ein herausragendes Anliegen des Seniorenrates ist das Projekt „Sturzprophylaxe“ in Ratingen und die Verfügbarkeit eines Seniorenmobils. Hierzu – wie auch zu den anderen Themen - soll es noch eingehendere Informationen in der Seniorenzeitung geben.

 

5. In diesem Kontext beschloss der Seniorenrat, im nächsten Jahr einen „Sicherheitstag für SeniorInnen“ durchzuführen zu dessen Vorbereitung ein Arbeitskreis „Sicherheit“ eingerichtet wurde, den das Seniorenratsmitglied Herr Hamm leitet. Weitere Mitglieder des Arbeitskreises sind Frau Brebeck und Frau Baunach-Schlüter.

 

6. Auch SeniorenInnen interessieren sich besonders für Fragen des Klimawandel. Daher begrüßte es der Seniorenrat ausdrücklich, dass sich Frau Baunach-Schlüter als Klimabotschafterin bei der Landesseniorenvertretung NRW bewirbt. Sie wird über ihre Arbeit in diesem Gremium berichten.

 

7. Auch an der Debatte um die zukünftige Nutzung und Sanierung des denkmalgeschützten Bahnhofgebäudes „Ratingen Ost“ wird sich der Seniorenrat weiterhin aktiv beteiligen.

 

8. Herr Saborni teilte mit, dass die Seniorenbegegnungsstätten voraussichtlich bald wieder geöffnet werden. Allerdings hänge der genaue Zeitpunkt davon ab, wie sich die Coronazahlen in naher Zukunft entwickeln werden.

 

9. Zum Tagesordnungspunkt „Anfragen“ wurde erneut das Thema „Fahrtkosten im öffentlichen Verkehr“ angesprochen. Insbesondere ging es dabei um die Prüfung, ob die Differenz der Fahrtkosten von Stufe B zu Stufe A beim VRR für SeniorInnen von der Stadt Ratingen übernommen werden könnten. Herr Saborni klärte auf, dass die Landesseniorenvertretung NRW diese Frage bereits mehrfach an den VRR gestellt habe. Die Antwort sei stets abschlägig ausgefallen. Die Stadt Ratingen habe einen Zuschuss an SeniorInnen aus Gründen der Gleichbehandlung mit jüngeren BürgerInnen bislang abgelehnt. Daher müsse weiterhin auf der politischen Ebene verhandelt werden.

 

10. Auch das Problem „Park- und andere Bänke“ ohne Seiten- und Rückenlehne im öffentlichen Raum der Stadt sollte unbedingt altersgerecht gelöst werden. Nachgerüstete bzw. ersetzte Bänke würden SeniorInnen das Hinsetzen und Aufstehen erheblich erleichtern. Die Stadt Düsseldorf ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen und hat die Erneuerung bzw. den Ersatz lehnen- und rückenloser Bänke zugesagt.

 

Eine andere Anfrage betraf die Versicherung von Seniorenratsvertretern, wenn sie im Homeoffice für den Seniorenrat tätig sind. Für diese Frage gab das Seniorenvorstandsmitglied Herr Düwel den Hinweis auf eine einschlägige Broschüre, die eine Hotline angibt, mit der alle diesbezüglichen Fragen geklärt werden können.

 

11. Die nächste öffentliche Sitzung des Seniorenrates ist für den 6. September 2021 um 10.00 Uhr vorgesehen.

 

 

Ingrid Herden, Vorsitzende Seniorenrat

Ilse-Angelika Jones, Mitglied im Seniorenrat

 

Ratingen, 16.08.2021


Ergebnisprotokoll

der 4. öffentlichen Sitzung des Seniorenrates

der Stadt Ratingen am 06. November 2020

 

der Seniorenrat besprach in seiner öffentlichen Sitzung am 06. November 2020 eine umfangreiche Tagesordnung, die sowohl zur Information diente als auch zu lebhaften Diskussionen anregte.

 

1. Nach der Begrüßung der anwesenden Mitglieder und der geladenen Gäste stand zunächst die Wahl der/des neuen Vorsitzenden, als Nachfolgerin/Nachfolger für den im August 2020 verstorbenen Herrn Dr. Freund auf der Tagesordnung. Das Gremium entschied sich für die bisherige Stellvertreterin Frau Ingrid Herden. Danach wählte der Seniorenrat Herrn Rainer Düwel als Nachfolger von Frau Herden in die Position des Stellvertreters. Frau Herden und Herr Düwel nahmen die Wahl an.

 

2. Als zweiter Tagesordnungspunkt berichteten Herrn Hansmeier, Frau Veronika Hutmacher und Herr Benedikt Dörkes, Amt für Kinder, Jugend und Familie, zum aktuellen Stand der Taschengeldbörse, die auf Einladung des Seniorenrates an der Sitzung teilnahmen. Bei diesem Projekt bieten Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren insbesondere älteren oder gehandicapten Menschen gegen kleines Geld einfache Unterstützungsleistungen des täglichen Lebens an. Für die Einführung dieser Kontakt- und Vermittlungsbörse für kleinere Dienstleistungen hatten sich seit März 2019 Jugendrat und Seniorenrat gemeinsam stark gemacht. Die Anmeldung dieses „Portals für Alt und Jung“ erfolgt im Internet unter https://taschengeld-ratingen.de/. Benedikt Dörkes, der zurzeit seinen Bundesfreiwilligendienst beim Amt für Kinder, Jugend und Familie ableistet, war maßgeblich an der Gründung der Taschengeldbörse beteiligt und wirkt immer noch sehr aktiv mit. Er berichtete von beachtenswerten Erfolgen, die die Börse aufzuweisen habe. Man höre und staune, dass sich im Ratinger Raum 800 junge Leute gemeldet haben, die Älteren helfen und den Alltag erleichtern möchten. Auf der anderen Seite gibt es ca. 900 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich genau das wünschen. Weitere Informationen können der o.a. Internetadresse entnommen oder über das neue Bereitschaftshandy unter 0157/333 60 422 (siehe Punkt 3.) des Seniorenrats erfragt werden.

 

3. Im nächsten Punkt der Tagesordnung beschloss der Seniorenrat die Anschaffung eines Bereitschaftshandy, um für die Seniorinnen und Senioren in Ratingen bei allen Anliegen und Anregungen stets erreichbar zu sein. Mittlerweile wurde das Handy beschafft. Die Nummer lautet: Über diese Verbindung können sich Seniorinnen und Senioren direkt melden. Der Seniorenrat freut sich über diese neue Kontaktmöglichkeit und dankt Herrn Jörg Saborni, dem Koordinator der Verwaltung für Seniorenfragen, für seine tatkräftige Unterstützung in dieser Sache.

 

4. Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde die Frage der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (PÖA) des Seniorenrates diskutiert. Der Seniorenrat war sich einig darüber, dass die PÖA eine wichtige Aufgabe ist und durch die Neuformierung des Vorstandes sowie den Neuzugang mehrerer Mitglieder neu geregelt werden muss. Herr Manfred Evers erklärte sich als Mitglied des Seniorenrates bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Dem stimmte das Gremium einstimmig zu.

 

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden nacheinander wichtige Themen abgehandelt, die teils aus der Bürgerschaft herrührten oder von Mitgliedern des Seniorenrates selbst zur Sprache gebracht wurden.

 

5. Das leidige Thema „Oberstraße“ z.B. mit dem Problem der Bestuhlung durch Cafés und Geschäfte ist nach wie vor ein Ärgernis, besonders für Menschen, die mit dem Rollator unterwegs sind. Die Kritik wird noch einmal eindringlich an die Stadtverwaltung/ weitergegeben.

 

6. Der Flyer des Seniorenrates bedarf dringend einer Überarbeitung und Aktualisierung. Herr Saborni, der Vorstand und weitere Mitglieder werden sich der Angelegenheit in Kürze annehmen.

 

7. Eine ähnliche Verfahrensweise ergibt sich für die Arbeit der Arbeitskreise, die wegen einer anderen Besetzung bzw. Nachnominierung einer Umstrukturierung bedürfen. Im Seniorenrat gibt es zurzeit folgende Arbeitskreise: 1. Fairtrade-Town Ratingen, 2. Kultur, 3. neue Medien und PÖA, 4. Netzwerk Runder Tisch Radverkehr und 5. Wohnen im Alter. Herr Düwel übernimmt die Initiative, einen ersten Termin für die Arbeitsgruppe „Wohnen im Alter“ zu finden und festzulegen.

 

8. Herr Saborni teilte mit, dass bis auf Weiteres die Seniorenbegegnungsstätten geschlossen sind. Hilfsangebote für Seniorinnen und Senioren werden wie bisher von Frau Mitic koordiniert.

 

9. Auf der Liste der möglichen Gäste für die nächste Sitzung des Seniorenrates steht an erster Stelle der neue Leiter der Polizeiwache Ratingen, Herr Erster Polizeikommissar Frank Bauernfeind. Sollte dieser verhindert sein, würde Frau Katharina Müller vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e. V. F Ratingen zum Projekt „Neubau Lotsenpunkt, Düsseldorfer Straße 38,“ eingeladen werden. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

 

10. Unter dem Stichwort „Anfragen“ wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass nach wie vor Klagen aus verschiedenen Häusern der LEG in Ratingen-West laut werden, was die Wohnqualität – gerade von älteren Menschen – erheblich beeinträchtigt. So werden seit längerer zwei defekte Aufzüge gemeldet und ebenfalls monatelange Ausfälle der Klingelanlagen. Auch um dieses – seit geraumer Zeit – ärgerliche Thema wird sich freundlicherweise Herr Düwel kümmern. Er wird versuchen, mit der zuständigen Niederlassungsleiterin und Prokuristin der LEG, einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Dem Seniorenrat wird er über die Ergebnisse in der nächsten Sitzung berichten.

 

11. Zum Schluss verweist Herr Dieter Hamm auf ein interessantes Projekt aus den Niederlanden mit dem Titel „Gehen Sie auf Nummer sicher“. Darin werden Tipps in Kursen für eine Sturzprophylaxe gegeben, die Senioreninnen und Senioren helfen sollen, Stolperfallen und andere Risiken eines Sturzes noch einmal ganz bewusst in den Fokus zu rücken und damit Stürze zu vermeiden. Diese Idee könnte auch in Ratingen eine Hilfestellung für ältere Menschen sein. Hierzu wäre es sinnvoll, z. B. den TV Ratingen mit ins Boot zu holen, um passende Kurse in Ratingen anzubieten. Da Treffen zwischen Menschen im momentanen Corona Lock Down auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen sind, wird in der nächsten Sitzung im Januar 2021 dieser wichtige Punkt noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

 

12. Der Seniorenrat spricht sich dafür aus, dass seine nicht benötigten Haushaltsmittel nach 2021 übertragen werden sollen.

 

13. Der Seniorenrat befürwortet die Idee der Vorsitzenden, die wesentlichen Inhalte der Protokolle der öffentlichen Sitzungen zur allgemeinen Information auf der Homepage des Seniorenrates einzustellen. Frau Jones erklärte sich bereit, die Protokolle der Sitzungen für die Homepage des Seniorenrates noch ein wenig aufzuarbeiten.

 

Die nächste Sitzung des Seniorenrates findet am Montag, den 25. Januar 2021, statt.

 

Ingrid Herden 

Vorsitzende Seniorenrat

 

Ilse-Angelika Jones

Mitglied im Seniorenrat

 

Ratingen, 24.11.2020