Details aus dem Seniorenrat

Jahresbericht des Vorsitzenden 2017

Das Jahr wurde geprägt von vielen Anträgen, Diskussionen und Beschlüssen.

 

Leider musste wiederholt festgestellt werden, dass der Seniorenrat in der Beratungsfolge für die Ausschüsse des Rates und in der Beschlussfassung von seniorenrelevanten Vorlagen (aktuell: integriertes Handlungskonzept Ratingen Zentrum; Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts für die Stadt Ratingen) in einigen Fällen nicht berücksichtigt bzw. vergessen wurde. In der Verwaltung bestand Einsicht, Besserung wurde versprochen und Erfolge waren in der 2. Jahreshälfte erkennbar.

 

Bereits im Jahr 2016 begann die Zusammenarbeit mit dem Jugendrat.

Vor allem das Thema „Taschengeldbörse“, das vom Seniorenrat initiiert wurde, stößt auf großes Interesse und wurde schon im Vorfeld von den Ratinger Senioren sehr begrüßt. Nachdem dieses Projekt durch die anstehenden Neuwahlen beim Jugendrat etwas ins Stocken geraten war, kam am Ende des Jahres wieder Bewegung in die Verwirklichung dieser begrüßenswerten Idee. Hoffen wir, dass im Jahr 2018 die noch offenen Fragen zügig und unbürokratisch geklärt werden können.

Auch in diesem Jahr gab es zum Thema Smartphone in allen Stadtteilen sehr gute Veranstaltungen.

Damit die Hilfe nicht nur von Jung nach Alt rüberfließt, engagierten sich drei kostümierte Senioren beim närrischen Karnevalstreiben in der Stadthalle als Garderobenfrauen.

 

Über folgende Themen wurde in den Seniorenratssitzungen von eingeladenen Gästen referiert: „Überschuldung von Privatpersonen“ (Schuldner- und Insolvenzberatung SKF) und „Grundsicherung und Altersarmut“ (Herr Amtsleiter Klaus Pakusch)

 

Ein besonderes Anliegen für den Seniorenrat ist die Gestaltung der Stadt Ratingen.

So wurde das Vorhaben der Stadt, die Kornsturmgasse vollständig neu zu gestalten abgelehnt, weil der erhebliche finanzielle Aufwand keine erkennbare Verbesserung gebracht hätte. Hier ist es dem Seniorenrat wichtiger, dass der Gehweg überall barrierefrei gestaltet wird.

Zur gleichen Problematik hat der Seniorenrat beantragt, im ansteigenden Mittelbereich der Oberstrasse das holprige Kopfsteinflaster zu entschärfen.

Nicht zuletzt durch den Einwand des Seniorenrates wurde es erreicht, dass der Teil der Werdener Strasse zwischen der Angerstraase und des Marien-Krankenhauses weiterhin für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt.

 

Nach dem Vorbild und guten Erfahrungen in anderen Städten hat sich der Seniorenrat schon 2016 für eine Notfallbox stark gemacht. Nach Absprache mit dem Rettungsdienst des Kreises Mettmann und gesponsert vom „Verein zur Förderung des Feuerschutzes“ konnte dieses sinnvolle Projekt in 2017 doch noch verwirklicht werden. Die ersten roten Notfallboxen mit erklärenden Faltblatt und Aufkleber wurden in den Seniorenbegegnungsstätten verteilt.

 

Schon immer hat sich der Seniorenrat um Ladestationen für Elektroräder bemüht. Die Stadtwerke haben diesen Wunsch aufgenommen und erste Ladestationen an den Schwimmbädern installiert. Weitere werden in der Innenstadt folgen.

Ebenfalls erfolgreich verlief der Wunsch nach Aufstellen von Sitzbänken. Auf Antrag des Seniorenrates werden unter Nennung der Standorte weitere Bämke berücksichtigt. Hier hat sich die Beharrlichkeit ausgezahlt.

 

Auf einem Teil der neu gestalteten Düsseldorfer Strasse wurde die Breite des Gehweges viel zu schmal konzipiert. Dem Antrag des Seniorenrates ist es zu verdanken, dass hier Abhilfe geschafft wird.

 

Ein großes Thema in Ratingen und ein zentrales Anliegen für den Seniorenrat ist die Begegnungsstätte Ratingen Mitte. Diese ist schon jetzt zu klein und mit der steigenden Zahl der Menschen über 60 und der fehlenden Barrierefreiheit innerhalb des Hauses sowie zum Garten wird ein Ausbau und Renovierung immer dringender.

Es wurde auch ein Umzug in das neugeplante Bauvorhaben „Alte Feuerwache“ diskutiert. Der Seniorenrat stellte an die Verwaltung kritische Fragen hinsichtlich der Größe der Räumlichkeiten (mind. 500 qm) und des Außengeländes (ca. 100 qm).

Sollte es zu einer Verlagerung des Treffs kommen, so befürwortet der Seniorenrat in der Minoritenstrasse preiswerten Wohnraum zu schaffen

 

Für den Doppelhaushalt 2018/ 2019 hat der Seniorenrat Ansprüche für die Investitionen der Seniorenzeitung und der Homepage, für die Planungskosten für den Umbau der Seniorenbegegnungsstätte West sowie für die Verwirklichung dringender Renovierungsarbeiten und diverser Neuanschaffungen in den Treffs.